09. August 2018 - Digitalisierung & Industrie 4.0

Wann sind Maschinendaten wirklich smart?

Es sollte auf der Hand liegen. Wer die Potenziale der Digitalisierung nicht in seine operative und strategische Planung einbezieht, kann schnell das Nachsehen haben.

Die Frage ist: was haben Maschinendaten mit der strategischen Ausrichtung von Unternehmen zu tun? Im Zeitalter des Big Data müssen wir vermehrt darauf achten, dass Datenmassen nicht in Datenbanken verschwinden oder lediglich in Silos gesammelt werden, sondern in gewinnbringender Art und Weise ausgewertet und vor allem genutzt werden.

Gewinnbringend bedeutet in diesem Fall, die Daten für vorausschauende Analysen und Entscheidungen zu verwenden.

Wie sieht das im Detail aus?

Nehmen wir als Beispiel den Bau- und Produktionssektor. Ganz konkret geht es in unserem Beispiel um eine Maschine die auf einer Baustelle eingesetzt wird. Daten wie Nutzungszeiten, Messstände, Zustandsdiagnosen und Fehlerausgaben werden gesammelt und können ausgelesen werden.

Bis hierhin ist noch gar nichts wirklich smart. Hat unsere Maschine herstellerseitig eine Schnittstelle, z.B. in Form eines CAN-Bus Anschlusses, können wir deutlich detailliertere Daten erfassen und senden. Werden diese Echtzeitdaten in einem IoT-Dashobard zusammenfassend visualisiert und mittels smarter Algorithmen ausgewertet, reden wir bereits von smarten Maschinendaten.

Was mache ich damit?

Ein mögliches Szenario wäre nicht nur Wartungskosten oder Neuinvestitionen vorausschauend zu planen, sondern und auch einer überhöhten Auslastung vorzubeugen. Jede Nutzergruppe dieses Dashboards hat damit die Möglichkeit anhand detaillierter und vorausschauend berechneter Daten optimierte, kosteneinsparende Entscheidungen treffen. Das sind smarte Maschinendaten!

Wo fange ich an?

In erster Linie benötigt es eine konkrete Planung und Konzeption um ein solches Modell auch prozesstechnisch, möglichst nahtlos, ins Unternehmen zu integrieren. In der ersten Phase werden die verschiedenen Anforderungen aus den jeweiligen Abteilungen definiert und bereits bestehende Prozesse einbezogen. Im Fokus steht primär die übersichtliche Aufbereitung der Daten. Jeder Nutzer soll schnell und unkompliziert alle für sich relevanten Informationen auf einen Blick haben und daraus zukunftsrelevante Entscheidungen treffen.

Geringe Einstiegskosten für IoT und Telematik, je nach Funktionsumfang 30 € - 150 €, die vorausschauend berechneten Daten, übersichtlich im Dashboard aufbereitet, sind nur einige Vorteile weshalb Unternehmen die Nutzung von smarten Maschinendaten in Betracht ziehen sollten.

Bringen Sie mehr PS auf die Straße, als Ihre möglichen Potentiale auf der Straße liegen zu lassen.

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