12. Juni 2019 - eCommerce & Magento

Warum SAP hybris nicht immer die erste Wahl für eCommerce sein muss

Man sollte meinen, dass große Unternehmen auch ein großes eCommerce System brauchen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Warum sich auch ein Blick auf Magento lohnt und es dem SAP hybris System in nichts nachsteht.

All In One oder doch lieber Lego

Bei der Wahl des passenden eCommerce Systems sollte man sich darüber im Klaren sein, in welchem Reifegrad der Digitalisierung sich das eigene Unternehmen gerade befindet. Die Digitalisierung, die sich mehr nach Buzzword als nach Lösung anfühlt, ist schon beinahe ein lästiger Trend. Dennoch, bei aller Liebe zum Vertrauten und Alten, wird sie maßgeblich die Weichen für die Zukunft vieler Unternehmen stellen.

Doch was hat Digitalisierung eigentlich mit eCommerce zu tun?

Nun ja, bei der Ausrichtung der eigenen Digitalstrategie sollte man definitiv ein Auge auf die passenden Funktionalitäten des eCommerce Systems legen.

Während Magento z.B. Marketing- oder erweiterte Analysemöglichkeiten bereits standardmäßig auf einer Plattform anbietet, muss man bei SAP hybris zusätzlich zu den Lizenzkosten weiteres Geld in die Hand nehmen, um die gleichen Funktionalitäten zu erhalten. Produkte wie SAP Cloud Service oder die Sales Cloud sind eigenständige Systeme, die sich nicht über eine zentrale Plattform nutzen lassen.

Umgesetzt bedeutet das, dass jede zusätzliche Funktion ein Extrabaustein ist. Diese modulare Bauweise eröffnet zwar nicht mehr Möglichkeiten, als sie andere Systeme anbieten, kostet aber jedes Mal extra.

Power to the system

Ein gutes eCommerce System muss allen Eventualitäten standhalten, vor allem, wenn es um Performance und Skalierbarkeit geht.

Den SAP hybris Commerce-Produkten kann man definitiv nachsagen, dass sie in Sachen Performance auf hohe Lasten ausgelegt sind. Genau hier zeigt sich die Kehrseite der Medaille. Als Nutzer bezahlt man bei SAP hybris immer für Highend-Leistung, selbst wenn man sie gerade nicht braucht. Viele andere eCommerce Systeme von Drittanbietern hingegen skalieren nach Bedarf die zur Verfügung stehende Leistung. So zahlt man nur das, was wirklich benötigt wird.

Fort Knox lässt grüßen

Um konkurrenzfähig zu bleiben, benötigt es manchmal auch einen generellen Strategiewechsel. Dieser beeinflusst in der Regel auch die IT-Infrastruktur. Da kann es durchaus passieren, dass die eCommerce Plattform durch weitere Funktionen oder Änderungen am Kern angepasst werden muss.

Genau hier kommt sowohl die starre SAP hybris Architektur als auch die Komplexität des Systems ins Spiel und sorgt für einen hohen Zeitaufwand und ein teures, meist nicht sehr aussichtsreiches Unterfangen.

Darüber hinaus eignet sich SAP hybris nicht wirklich für kleine Teams. Der Grund liegt, wer hätte es gedacht, wieder in der sehr komplexen Architektur und den vielen Hierarchien innerhalb des SAP-Systems. Magento beispielsweise bietet hier wesentlich mehr Spielraum und leichtere Anpassbarkeit, was sich wiederum in deutlich geringeren Kosten wiederspiegelt.

Tick, Tack - Zeit ist Geld BEI SAP HYBRIS

Steht das eCommerce Konzept, sollte es auch schnellstmöglich realisiert werden und ins Netz, um Umsatz zu generieren. Durch einige Funktionen bei Systemen wie Magento ist die Time-to-Market relativ kurz und damit sind auch die Kosten deutlich geringer. Dadurch, dass viele eCommerce Features bereits ohne Lizenzkosten enthalten sind, bleibt der Anpassungsaufwand vergleichsweise gering. Bei SAP hybris würden Änderungen und Erweiterungen oftmals enorm aufwendig und teuer werden.

Kassensturz! Machen wir eine Gesamtkostenbetrachtung. Rechnen wir alle Aufwände für Entwicklung, Anpassung und Lizenzkosten und stellen sie den zu erwartenden Umsätzen und Gewinnen gegenüber, sagt das Ergebnis, dass Systeme wie Magento definitiv die Nase vorn haben, da deutlich günstiger zu betreiben und zu realisieren.

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