Dabei wird die eigentliche Brille nicht gezeigt, da hier wohl die grosse Herausforderung liegen wird... GPS, Kamera, WLAN, UMTS - all diese technischen Möglichkeiten müssen in einer Brille untergebracht werden, die nicht zu schwer und auch nicht zu auffällig ist, damit Personen auch wirklich die Technologie nutzen werden, da nur so auch die Verbreitung stattfinden wird.
Android als Betriebssystem der Augmented Reality Brille
Google setzte bei Project Glass konsequenterweise auf Android, was mehrere Vorteile haben wird. Das System ist bereits etabliert und stabil auf Smart Phones im Einsatz - die Marktverprobung des Systems an sich hat also bereits stattgefunden. Ausserdem gibt es schon sehr viele Entwickler, die mobile Anwendungen für Android geschrieben haben - eine Grundvoraussetzung für eine weite Verbreitung werden auch hier sicherlich die Apps werden.
Google nutzt eigene Dienste konsequent
Logischer Weise nutzt Google in der Augmented Reality Technologie von Project Glass auch die eigenen Online-Dienste und Daten. Google+ ist genauso integriert, wie Mail und Messaging, die z.B. per Sprache genutzt werden können sollen. Aber auch Geo-basierte Informationssysteme wie die Google Branchensuche sind integriert, um Standort-bezogene Informationen einzublenden. Die Routenplanung funktioniert über Google Maps - angereichert um weitere Informationen, wie Fahrpläne und sicherlich auch Verkehrsnachrichten.
Was bedeutet Google's Project Glass für Unternehmen?
Unternehmen werden von Project Glass auf verschiedene Weisen betroffen sein. Zum Einen zeigt bereits das Demo, wie wichtig es sein wird, dass bei Google Informationen zu Unternehmen vollständig vorhanden sein sollten, da darauf verschiedene Dienste aufbauen werden. Zum Anderen zeigt das Video auch, wie innerhalb eines Buchladens auch zu Produkten navigiert werden kann. Hier wird sicherlich eine standardisierte Lösung zum Einsatz kommen, die Google derzeit bereits zur Navigation innerhalb von Gebäuden verprobt und auch anbietet.
Unternehmen sollten die Möglichkeiten auf jeden Fall im Auge behalten und zumindest die Informationen im Netz pflegen, die Google in Zukunft hier einsetzen wird. Die Möglichkeit bestimmte Dienste anzubieten, wie die Navigation in einem Buchladen wird sicherlich erst ab einer gewissen Unternehmensgrösse stattfinden... aber in einem Discountmarkt, der innerhalb Deutschland immer gleich aufgebaut ist, rechnet sich die Investition in die Technologie auf jeden Fall.
Kommunale Möglichkeiten und die Touristik
Project Glass ist prädestiniert für den kommunalen Einsatz - vor Allem wenn es um Touristik geht. Wenn es ein Tourismusverbund schafft hier schnell die bereits vorhandenen Informationen zusammenzuführen, dann kann das ein wirkliches Marketingengagement sein, was Personen langfristig an eine Region binden kann, da man alleine schon beim Erkunden einer Gegend Informationen zu Architektur, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen des Abends und der nächsten Tage vermarkten kann. Hier gibt es ein sehr grosses Potenzial, da viele Informationen bereits vorhanden sein werden.
Wann kommt die erste Brille von Google Project Glass?
Verschiedenen Meldungen nach soll bereits gegen Ende 2012 eine erste Version der Brille auf den Markt kommen. Verschiedene Ausstattungen werden wohl einen Preis zwischen 200 $ und 600 $ haben. Genauere Informationen sind allerdings noch nicht bekannt.
Weitere Informationen
Google Project Glass bei Google+
Golem.de über Project Glass
Michael Rohrmüller, CEO PIXELMECHANICS | Webproduktion



