Abgesehen vom technischen Aspekt, der so nicht von extern eingeschätzt werden kann, könnte man doch denken, dass ein Unternehmen wie adidas für einen solchen Fall wenigstens repräsentative Notseiten vorbereitet haben sollte - was aber, wenn man die derzeitige Seite (siehe auch im Screen oben) betrachtet, nicht der Fall ist. Die Interimsseite wurde lieblos und ohne jeden Anspruch an Markenbotschaft auf einfachste Weise zusammengestellt und wirkt somit noch unprofessioneller als eine gehackte Unternehmensseite ohnehin schon ist.
Hier haben die Verantwortlichen ganz klar nicht weit genug gedacht oder auch nicht schnell genug in die richtige Richtung agiert.
Hackerangriffe sind eine potenzielle Gefahr, die grosse Unternehmen jederzeit treffen können
Hackerangriffe können jederzeit passieren und gerade global agierende Unternehmen stehen vermehrt im Fokus und können sich nie sicher sein, dass nichts passiert. Genau mit diesem Bewusstsein im Hinterkopf sollten jedoch grosse Unternehmensseiten mit entsprechender Bekanntheit und auch den entsprechenden Seitenbesuchen pro Tag bereits für den Notfall eine einzelne Seite - besser jedoch eine Microsite mit allen relevanten Informationen bereithalten, um diese dann als Interimsseite online zu nehmen.
Der Aufwand für eine Interimsseite ist gering
Im Fall von adidas hätte ein externes Budget von deutlich unter 10.000 € für den Notfall eine Marken-gerechte und ansprechende Interimsseite bereitgehalten. Im Normalfall reicht auch ein deutlich niedriges Budget für eine akzeptable Notfallseite, was sicherlich eine gute Investition in die Aussendarstellung des Unternehmens darstellt.
Die Empfehlung geht ganz klar dazu, dass grössere Unternehmensseiten und -portale, aber auch eCommerce-Shops für den Notfall eine Interimsseite vorhalten sollten. Gerade Shops können dann wenigstens auf eine telefonische Bestellung verweisen und somit keinen Komplettausfall erleiden.
Michael Rohrmüller, CEO PIXELMECHANICS | Webproduktion




