3D im Browser - Google O3D im ersten Test

Google hat mit seinem Projekt O3D einen neuen Anlauf in das 3D-Zeitalter im Browserfenster gestartet und bietet seit heute das kostenlose Plugin für alle gängigen Browser und Plattformen an.

Wir haben das natürlich direkt getestet und es sieht schonmal sehr gut aus. Auf Mac installiert sich das Plugin ohne Probleme und wird bei Start des Firefox auch direkt aktiv.

Auf der Demoseite von O3D findet man auch verschiedene Beispiele, die sich auch einfach im Browserfenster öffnen lassen. Kein Download und dann öffnen, sondern ein nahtloses In-Browser-Öffnen. Das 3D-Bild wird dann auch komplett im Browser angezeigt und ist mit Maus, wie auch Tastatur steuerbar.

Die Qualität ist ok und für das erste Stadium der Entwicklung auch in Ordnung. Die angebotene Beach-Szene erinnert mich sehr an Second Life und dürfte auch in etwa das Grafikniveau erreichen. Mehr aber auch noch nicht, wobei es natürlich auch immer eine Frage des derzeit noch frühen Entwicklunsstadiums und der angelegten Detailreiche ist. Da ist sicherlich noch mehr möglich.

 Als Anwendungszweck sieht man im ersten Schritt Beispiele für steuerbare Spiele, aber auch z.B. eine statistische Präsentation von Daten. Es scheinen also viele Anwendungsbeispiele angedacht und die 3D-Plattform an sich erscheint sehr offen.

Auf golem.de werden noch weitere Details aufgeführt:
"... Bei O3D handelt es sich um ein neues, Shader-basiertes Low-Level-API für Grafik, mit dem sich interaktive 3D-Applikationen im Browser realisieren lassen. Die Programmierschnittstelle steht für unterschiedliche Betriebssysteme und Browser zur Verfügung und kann über JavaScript angesteuert werden. ..."

ausserdem...

"... Neben dem Browser-Plugin für Firefox, Safari, Chrome und Internet Explorer steht auch ein COLLADA-Converter für O3D zur Verfügung. So lassen sich beispielsweise Grafiken aus SketchUp, 3ds Max und Maya nutzen. Das Plugin nutzt zur Anzeige der 3D-Grafik die Beschleunigungsfunktionen moderner Grafikkarten. Dazu unterstützt O3D Direct3D oder OpenGL. ..."
Quelle: www.golem.de

Gerade der Converter aus Sketchup, 3ds Max und Maya erscheint als sehr interessant, da diese Anwendungen im 3D-Design sehr verbeitet sind und dadurch auch schnell weitere Inhalte zur Verfügung stehen dürften. Blender fehlt leider noch in der Aufstellung.

Das offizielle Demo-Video

Resumee:
Google bringt hier mit seiner Marktmacht wieder eine interessante Erweiterung fürs Internet auf den Markt, dass bisher nur über Umwege möglich ist. Flash 3D macht ja auch Schritt in diese Richtung, kommt aber erst so langsam in die Gänge und in die Anwendung. Wird interessant sein, welcher Standard sich letztlich durchsetzen wird.

Vergessen darf man aber sicherlich nicht OTOY - das ja auch den Anspruch erhebt fotorealistische Grafik in den Browser zu bringen - wird spannend bleiben.

Beispiel OTOY:

Links:
Google O3D

Bericht bei golem.de

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