Öffentlich 3.0 - mit Blippy.com das eigene Kaufverhalten offen legen
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Mitmachweb, soziale Plattformen und Twitter sind ja schon - je nach Nutzung und Öffnungsbereitschaft des einzelnen Anwenders - oftmals eine massive Offenlegung der Privatsphäre.
Dass da aber natürlich noch "Mehr" geht, beweist ein Dienst aus USA mit dem Namen Bipply.
"Schaut her, was ich gekauft habe!"
Unter diesem Motto können Anwender ihre Einkäufe bei itunes, zappos (kürzlich erst von amazon gekauft), amazon, Paypal etc. per Kurznachricht veröffentlichen. Damit es aber auch noch weiter geht, ist es auch möglich die Bezahlvorgänge der eigenen Kreditkarten zu veröffentlichen - und zwar jeden Vorgang mit Summe und Empfänger.
Verbraucherdaten kostenlos
Was grundsätzlich natürlich eine absolute Offenlegung des eigenen Konsumverhaltens bedeutet, ist gerade in USA aber Marktforschung bester Sorte, da dort deutlich öfter per Kreditkarte bezahlt wird als in Deutschland. Eine Archivierung dieser Daten inklusive dem anschliessenden Datamining ist dabei ein Leichtes.
Community-Funktionen
In diesem Aspekt macht der Dienst Alles richtig. Man kann bestimmten Leuten folgen und die Käufe der Freunde kommentieren - eine gewisse Viralität ist damit gegeben und hält die Nutzer auf der Plattform.
Technisch bedenklich
Der Zugriff auf die entsprechenden Käufe geschieht bei Paypal z.B. über die Angabe der kompletten Logindaten - damit kann die Anwendung theoretisch auch andere Funktionen, wie Überweisung etc. nutzen. Sicherlich bedenklich hier irgendeinem Drittanbieter den vollen zugriff auf eine Anwendung zu geben.
Resumee
Wenn man sich selbst so frei zeigen möchte, ist das sicherlich etwas, was jeder mit den entsprechenden Konsequenzen selbst verantworten muss - immer in der Gewissheit, dass diese Daten damit für alle Zeiten öffentlich sein werden.
Bedenklich ist es, hier einer Anwendung den vollen Zugriff auf die eigenen Bankdaten zu geben - im Fall von Paypal eben auch mit dem Zugriff auf Überweisungsvorgänge.
Aber sicherlich findet auch dieser Dienst viele Nutzer - vor Allem aufgrund der Communityfunktionen. Wird jetzt noch eine Verknüpfung mit Twitter und facebookk realisiert, dann wird sich der Dienst zumindest bis zum nächsten grösseren Datengau halten und etablieren können.




